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Interview mit Kourosh Khanloo, Director Sales & Service FXCM Germany


Interview mit Kourosh Khanloo, Director Sales & Service FXCM Germany

OnlineBroker-Portal.de: FXCM hat ein neues Preismodell für seine Kunden im Forex-Trading eingeführt, was sind wichtigsten Änderungen?
Kourosh Khanloo: Unsere Kunden erhalten ab sofort den direkten Zugang zu den sehr engen Interbanken-Spreads, die Geld-Brief-Spanne für das meistgehandelte Währungspaar EUR/USD beträgt zum Beispiel nur noch 0,2 Pips, bei USD/JPY liegt der Spread bei 0,3 Pips. Hinzu kommt eine geringe Kommission von nur drei Cent pro 1.000 gehandeltem Volumen. Das reduziert die Trading-Kosten und erlaubt den Tradern jetzt, Scalping-Strategien umzusetzen, auch weil das neue Modell Ausführungsvorteile bei Limit- und Stopp-Ordern mit sich bringt.

OBP: Was bedeutet das genau?
Der Trader ist mit einer Position viel schneller im Gewinn, wenn sie sich in seine Richtung entwickelt. Läuft die Position nicht wie erhofft, kann der Stopp-Kurs weiter weg vom Einstieg platziert werden, da die mit einzukalkulierenden Transaktionskosten niedriger ausfallen. Das heißt auch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Stopp zur Verlustbegrenzung ausgelöst wird, sinkt. Das bietet dem Trader eine größere Chance, den Trade am Ende im Gewinn abzuschließen.

OBP: Gibt es noch weitere Vorteile?
Kourosh Khanloo: Bisher ließ sich FXCM für seine Leistung mit einem „Mark-Up“ bezahlen. In diesem Modell addiert der No Dealing Desk Broker zum Interbanken-Spread einen Aufschlag, der Kunde zahlt damit immer einen höheren Spread. Er weiß aber nie genau, wie hoch dieser Aufschlag ist. Das ist zwar das Standardverfahren bei vielen Forex-Brokern, unterscheidet sich jedoch stark von anderen Märkten wie Aktien, Futures oder Optionen. Mit der neuen Preisstruktur gibt es nun zwei separate Arten von Kosten, die beim Trading einer Position anfallen, ähnlich zu den vorher erwähnten Märkten.
Die Kommission ist auch unabhängig vom jeweiligen Kurs. Durch den Verzicht auf einen Mark-Up bekommt der Trader ein unverfälschtes Bild der Kurse, da er nur noch den Interbanken-Spread sieht. So ergibt sich auch ein klareres Bild in den Charts. Diese bilden nun die echten Kauf- und Verkaufskurse ab, was insbesondere in den unteren Zeiteinheiten eine Rolle spielt.

OBP: Wie viel spart der Kunde am Ende tatsächlich?
Kourosh Khanloo: In den wichtigsten Währungspaaren, zu denen EUR/USD, GBP/USD und USD/JPY gehören, liegen die Kostenvorteile zwischen 40 und fast 60 Prozent zum Beispiel beim meistgehandelten Währungspaar Euro gegen US-Dollar. Lag vorher der Spread bei EUR/USD bei 2,5 Pips inklusive „Mark-Up“, reduziert sich dieser mit dem neuen Modell inklusive der Kommissionen für Kauf und Verkauf der Position auf nur noch knapp einen Pip, was einer tatsächlichen Gesamtkosteneinsparung von 58 Prozent entspricht.

OBP: Wie reagieren die Kunden auf das neue Modell?
Kourosh Khanloo: Nicht nur die Resonanz unserer bestehenden Kunden ist enorm, auch viele Interessenten, die von dieser Neuerung erfahren haben, haben in den vergangenen Wochen ein Konto bei uns eröffnet. Mit dem neuen Preismodell und den zu erwartenden Einsparungen kommen nun viele neue Kunden zu uns, worüber wir uns natürlich sehr freuen. Das zeigt uns, dass Trader mehr und mehr auf den Faktor Transparenz schauen, wenn sie ein Konto bei einem Broker eröffnen wollen.

OBP: Was erhoffen Sie sich von diesem Schritt in Bezug auf den Marktanteil in Deutschland?
Kourosh Khanloo: Wir sind jetzt schon mit der Entwicklung unseres Deutschland-Geschäfts sehr zufrieden, konnten gerade die vergangenen Monate trotz sehr niedriger Volatilität an den Aktien-, aber vor allem an den Devisenmärkten sehr erfolgreich bestreiten. Das Thema Kommissionen und auch Transparenz der Preise spielt bei den Anlegern und Tradern in den wichtigen Umfragen und Studien immer eine sehr große Rolle. Deshalb gehen wir davon aus, dass sich viele, wenn sie jetzt die Konditionen der verschiedenen Broker vergleichen, für uns entscheiden. Gerade die sehr aktiven Kunden, die viele Trades machen und hohe Volumina bewegen, werden von dem neuen Modell profitieren. Aktuell sind wir laut Investment Trends der Broker mit den meisten aktiven Forex-Tradern in Deutschland. Diese Position werden wir weiter ausbauen. Wir sind optimistisch, auch unseren gesamten Marktanteil sowohl für CFDs als auch im Forex-Trading in den kommenden Jahren weiter erhöhen zu können.

OBP: Vielen Dank für das Gespräch!